Dr. med. I. Gundlach - HNO-Fachärztin
- 20 Jahre in Gelsenkirchen-Buer -

AKTUELLES

Auf dieser Seite informieren wir Sie über aktuelle Themen und geben wichtige Informationen über unsere Praxis und Behandlungsmethoden!

Schauen Sie doch ab und zu einfach 'mal rein!

Wir freuen uns immer auf Sie! :-)

!!! Antibiotika - Wichtige Informationen zu Viren und Bakterien !!!

Liebe Patienten,

es ist (mal wieder!) Erkältungszeit! Die Nase läuft oder ist verstopft, der Hals tut weh und man fühlt sich schlapp und matt. Wenn die Symptome und Beschwerden nach einigen Tagen nicht nachlassen, wünscht man sich ein „Wundermittel“, das schnell wieder fit und gesund macht. Häufig wird dann der Wunsch, ein Antibiotikum zu verschreiben, an uns herangetragen.

Hierzu einige Informationen:

Über 90% aller Infektionen der Atemwege sind viral bedingt, wobei die Viren über feinste Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen werden. In den meisten Fällen kann unser Immunsystem die Viren abwehren, so dass wir gar nicht krank werden. Ist der Körper jedoch geschwächt oder die Anzahl der Viren zu hoch, werden wir krank. Dort, wo die Viren als erstes auf unsere Schleimhaut treffen (Nase und Hals) lösen sie Entzündungsreaktionen aus, die wir als Schmerzen, Niesreiz und Bildung von reichlich wässrigem Sekret wahrnehmen. Allgemeinsymptome wie Mattigkeit, Schwäche und Gliederschmerzen signalisieren uns, dass wir Ruhe brauchen. Unser Körper erhöht die Körpertemperatur (Fieber) und arbeitet auf Hochtouren um die Viren loszuwerden oder unschädlich zu machen.

Viren sind völlig resistent gegen  J E D E S  Antibiotikum. Da Viren unsere eigenen Körperzellen nutzen, um sich zu vermehren, besteht die einzige Möglichkeit einer Genesung darin, unseren Körper zu stärken und zu unterstützen. Das geht am besten mit Ruhe, reichlich trinken und gesunder Ernährung (viel Obst und Gemüse). Es ist überhaupt nicht ungewöhnlich, dass eine solche Virusinfektion 1-2 Wochen dauert. Gerade im Winter ist es auch nicht ungewöhnlich mehrere Infekte hintereinander zu bekommen. Es existieren unzählig verschiedene Viren und wir sind immer nur gegen den zuletzt unseren Körper befallenden immun. Außerdem verändern Viren immer wieder ihre Eigenschaften und erschweren unserem Immunsystem deren Erkennen. Deshalb müssen Grippeimpfungen auch jedes Jahr erneuert und wiederholt werden!

Viel seltener als Virusinfekte sind Infektionen, die bakteriell, also durch Bakterien verursacht werden. Im Gegensatz zu Viren sind Bakterien viel größer als Viren und Lebewesen mit einem eigenen Stoffwechsel.

Bakterielle Infektionen verlaufen anders als Virusinfekte und verursachen häufiger örtlich begrenzte, als allgemeine Beschwerden. Antibiotika greifen die Bakterien an, indem sie in deren Stoffwechsel eingreifen und sie daran hindern, sich weiter zu vermehren, oder sie töten sie ab. Dabei ist wichtig zu wissen, dass es keine generell „stark“ oder „schwach“ wirkenden Antibiotika gibt. Jedes Antibiotikum wirkt nur gegen eine bestimmte Bakterienart. Auch ein „Breitspektrum-Antibiotikum“ hat keine generelle Wirksamkeit gegen alle Bakterien.  Ärzte wissen aber, welche Bakterienart bei einer bestimmten Erkrankung vorliegt, welches Antibiotikum dagegen wirksam ist und ob es sinnvoll eingesetzt werden kann. Neben der Art der Erkrankung sind auch immer das Alter und eventuelle chronische Erkrankungen des Patienten und Dauermedikamente, die eingenommen werden müssen, zu berücksichtigen.

In seltenen Fällen kann es notwendig sein, einen Abstrich zu nehmen. Das ist z.B. der Fall, wenn sich eine Erkrankung nach längerer Zeit der Behandlung nicht bessert. Im Labor wird dann aus dem entnommenen Abstrich eine Kultur gezüchtet. Wenn sich dann krank machende Bakterien finden, werden diese auf wirksame Medikamente hin untersucht und Ihnen fdann diese Medikamente verordnet.  


Grippeschutzimpfung

Ab sofort bieten wir Ihnen wieder unseren Grippeschutz-Impfservice an. Hierzu benötigen Sie keinen Termin. Kommen Sie einfach während der Sprechzeiten in unsere Praxis.

Die Kosten trägt Ihre Krankenkasse!


Schwindel - Das unterschätzte Symptom

Schwindel ist ein hoch belastendes Symptom, welches oft unterschätzt wird. Unterschätzt werden auch leicht die Folgen, wie z. B. das stark erhöhte Sturzrisiko. Das Spektrum möglicher Ursachen von Schwindelbeschwerden ist sehr groß. Die Folgen für die Betroffenen sind jedoch häufig gleich, insbesondere für Ältere: Unsicherheit und Angst führen zunehmend zu Immobilität und sodann dazu, dass Muskulatur und Gleichgewichtssystem noch weniger gefordert werden. So verstärkt sich die unerwünschte Bewegungseinschränkung.

Nach einer aktuellen Studie suchen ca. 19% der 40- bis 49-jährigen einen Arzt wegen Schwindelbeschwerden auf. Diese Zahl erhöht sich bei den 60-jährigen auf 50% und steigt ab dem 80. Lebensjahr auf über 85% an. Der typische, im Alter auftretende Schwindel beruht auf einer peripher-vestibulären (Vestibularapparat = Gleichgewichtssystem) und einer zentral-vestibulären, also das Gehirn betreffenden, Störung.

Die Sinnesqualitäten von Seh-, Hör- und Gleichgewichtsorganen lassen mit zunehmendem Lebensalter nach, aber auch die Empfindlichkeit des Tastsinns, unsere Muskelkraft und das Reaktionsvermögen. Alles zusammen führt dann nicht selten zu multisensorischen Defiziten, welches in chronischem Schwindel münden kann. Die häufig gestellte Diagnose einer sog. Menier'schen Erkrankung ist schon beim HNO-Arzt eine sehr seltene Erkrankung und trifft noch seltener auf die meisten unter Schwindel leidenden Patienten zu. Dennoch wird sie - fälschlicher Weise - häufig diagnostiziert.

Die Behandlung von Schwindelbeschwerden beinhaltet bei uns - neben einer genauen Untersuchung und Gleichgewichtsprüfung - immer auch die Überprüfung sämtlicher eingenommener Medikamente und Dauermedikamente sowie der Wohn- und Lebenssituation. Grundsätzlich kommen Physiotherapie und ein vestibuläres Training in Betracht und manchmal auch unterstützende Medikamente, welche das Gleichgewichtssystem beruhigen, aber den Betroffenen nicht schläfrig machen.

In unserer Praxis führen wir eine ausführliche , Fall bezogene Schwindeldiagnostik durch und behandeln alle Schwindelbeschwerden nach den neuesten Standards!


Allergiebehandlung

Mit nachlassendem Pollenflug beginnt nun die Zeit der Allergiebehandlung.

Viele Patienten atmen jetzt - gegen Ende der Pollen-Hochsaison - erleichtert auf. Denn lästige Allergiebeschwerden lassen endlich nach. Aber: Nach der Saison ist vor der Saison! Deshalb ist jetzt die Zeit, neben einer ausführlichen Diagnostik, mit einer nachhaltig wirkenden Behandlung zu beginnen. Damit Sie den nächsten Sommer beschwerdefrei genießen können, bieten wir über den Winter spezielle Kurzzeit-Immunbehandlungen an.

Fragen Sie uns!